Herner Kolleginnen und Kollegen, macht Druck für eine bessere Bezahlung!

Vor gut einem Jahr hat Schulministerin Yvonne Gebauer verkündet, gleichwertig ausgebildete Lehrer*innen auch gleich zu bezahlen, A 13 Z/EG 13 solle als Einstiegsgehalt für alle Lehrer*innen gelten. Doch seitdem ist nichts passiert. Die Geduld der gewerkschaftlich organisierten Lehrkräfte geht zu Ende und deshalb machen sie Druck. Bei der GEW heißt es: „Wir lassen nicht locker und fordern unser Stück vom Kuchen!“ Die GEW Herne ruft mit der Landes-GEW NRW dazu auf, an der symbolischen Aktion vor dem Landtag in Düsseldorf am 15. November 2018 teilzunehmen.
Die Herner GEW ist der Meinung, die Landesregierung spielt auf Zeit. Das muss sich ändern. Es gibt keine sachlichen Gründe, Lehrkräfte an Grundschulen und an den Schulformen der Sekundarstufe I schlechter zu bezahlen. Andere Bundesländer machen es uns vor. In Berlin, Brandenburg und Sachsen gibt es A 13 bzw. EG 13 für Grundschullehrkräfte, in 13 Bundesländern werden Lehrer*innen der Sekundarstufe I korrekt nach A 13 eingruppiert. Warum bei uns nicht?
Hochschulausbildung und Vorbereitungsdienst sind nach dem neuen Lehrerausbildungsgesetz mittlerweile für Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen gleich lang. Im Lernprozess der Kinder wird von allen Lehrkräften gleichwertige Arbeit geleistet. Doch die Differenz im Einstiegsgehalt liegt nach GEW-Berechnungen zwischen A12 und A13Z bei über 500 EURO.
Die GEW drängt auf eine rasche politische Entscheidung. Wir meinen, Lehrer*innen verdienen mehr und gerechte Anerkennung und Wertschätzung für ihre Arbeit. Mit Blick auf mögliche Klageverfahren, die die Gewerkschaft vorbereitet hat, weisen wir darauf hin, dass wir nur zur Not wollen, dass Gerichte in dieser für uns klaren Sachlage entscheiden müssen. Wir fordern stattdessen eine gerechte gesetzliche Regelung.
Die GEW Herne bekräftigt ein zentrales politisches Ziel der Gewerkschaft im Rahmen der Kampagne: „Bei der anstehenden Reform der Besoldung dürfen diejenigen nicht abgehängt werden, die zwar nach einer alten Studienordnung studiert haben, deren Berufserfahrung aber die inzwischen verlängerte Ausbildungszeit mindestens aufwiegt und die in der aktuellen Situation des Lehrkräftemangels zudem viele zusätzliche Aufgaben wie die Einarbeitung von Kolleg*innen ohne Lehramt übernehmen. Berufserfahrung und die Übernahme von Verantwortung müssen angemessen honoriert werden.“
Dazu weisen wir darauf hin, dass zahlreiche Lehrer*innen zurzeit mit einem Lehramt für die Sekundarstufe II als „Seiteneinsteiger*innen“ auf deutlich geringer dotierte SEK I-Stellen eingestellt worden sind und dort i.d.R. die gleiche Arbeit verrichten wie ihre SEK II-Kolleg*innen. Auch diese Ungerechtigkeit muss dringend behoben werden.
In der Situation derart ungerechter Bezahlung erscheint es in den Augen der Beschäftigten als Hohn, dringend benötigte Lehrer*innen durch Werbekampagnen rekrutieren zu wollen. Wer will, dass kompetente Menschen sich auf den Weg als Lehrer*in in das Schulsystem machen, muss das System attraktiv gestalten. Das betrifft Entlohnungen genauso wie alle Arbeitsbedingungen. DRINGEND!

Deshalb unser Aufruf:
Unterstützt die GEW-Aktion „Mein Stück vom Kuchen…“vor dem Düsseldorfer Landtag!
Am 15. November
Um 15 Uhr
Vor dem Landtag

Dort könnt ihr euch am Kuchenbuffet stärken und den Politiktalk mit Landespolitiker*innen verfolgen.

Unsere Herner GEW-Kolleginnen und -Kollegen bekommen bei Einreichung des Bahntickets bei Bettina Koschmieder-Breyer, Grundschule Forellstraße die Kosten vom Herner Stadtverband erstattet. Bitte Name, Schule und Bankverbindung angeben.