G8 oder G9?

Gymnasien arbeiten mit veränderten Konzepten. GEW fordert dagegen eine neue Struktur und mehr Flexibilität, die starken und schwächeren Schüler*innen helfen. (WAZ Herne)

Das Jahr 2016 ist ein diskussionsintensives „G8-G9-Jahr“. Die Position der Herner GEW war seit Einführung deutlich mehrheitlich gegen G8. 2016 vertritt Ursula Meiß, Vorsitzende des Stadtverbandes Herne (bis 29.11.16), ein modifiziertes Modell mit einer sechsjährigen Sekundarstufe und einer flexiblen Oberstufe von zwei bis vier Jahren. Vorteil: Schüler*innen bekommen wieder ihren Mittleren Abschluss nach Klasse 10 und die Oberstufe kann durch ihre zeitliche Flexibilität auf individuelles Lerntempo abgestimmt werden.
Die Schulleitungen von zwei Herner Gymnasien und deren Schulpflegschaften sind jedoch anderer Meinung.
Informieren Sie sich genauer im Artikel der WAZ „Schulen setzen auf angepasstes G8" vom 11.05.2016.

Im Oktober 2016 Podiumsdiskussion in Wanne-Eickel

Die Podiumsdiskussion u.a. zu diesem Thema fand auf dem SPD Parteitag im Volkshaus Röhlinhausen statt. Eindeutig gegen G8 sprachen die Argumente und Erfahrungen einer Oberstufenschülerin, eines Kinderarztes und des Juso-Chefs: Zu stressig, keine Zeit nach der Schule und dem häuslichen Lernen, ehrenamtliche Tätigkeiten nicht mehr machbar, Erlernen von Sozialfähigkeiten kommen zu kurz, 17-Jährige noch gar nicht reif für ein Studium.
Lesen Sie dazu den Zeitungsartikel der WAZ „SPD nimmt Bildung in den Fokus"!

Eine klare Meinung aus dem Schulministerium - Fehlanzeige

Schulministerin Sylvia Löhrmann lässt eine Entscheidung zu G8/G9 bis zur Landtagswahl offen! So kann man nicht mit den Gymnasien umgehen, die schon die Weichen für G8 oder G9 stellen und vielleicht später wieder zurückrudern müssen. Das hinterlässt den Eindruck von Untätigkeit und Planungslosigkeit. „Ein Schnellschuss schadet nur", sagt die Ministerin. Aber der wurde doch schon längst vollzogen!
Lesen Sie zur „Erhellung" die beiden Zeitungsartikel der WAZ.